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SUTTER³KG – Zeitzeugen längst vergangener Tage bewahren

Bausubstanz erhalten, Zukunft gestalten

Heimat? … Ist das, was wir daraus machen! 

 

„Wer sich entscheidet, einen Altbau wieder nutzbar zu machen und ihn in Wohnraum umzuwandeln, muss sich auf einen gewissen Aufwand einstellen. Wer aber darin wohnt, kennt das Gefühl, zu Hause zu sein, und erhält inmitten von gelebter Geschichte ein Haus mit Persönlichkeit, das es so kein zweites Mal gibt.“

 

Ungenutzt, vergessen, abgebrochen? Sie werden heute nicht mehr benötigt und nicht mehr genutzt, die alten Schwarzwaldbauernhöfe und Scheunen, Tante-Emma-Läden und Dorfgasthäuser, Fabrikhallen und Werkstätten. Sie prägten und prägen das Orts- und Landschaftsbild – heute oft mit ungewisser Zukunft. Die Lebens-, Einkaufs- und Produktionsgewohnheiten haben sich geändert. Neue rechtliche Rahmenbedingungen und nicht zuletzt wirtschaftliche Gründe stehen der alten Nutzung entgegen. 

Und doch ist er da, der tiefe Wunsch, diese Zeitzeugen längst vergangener Tage zu bewahren. Für viele sind die Gebäude verbunden mit regionaler Identität und Heimatgefühl. Vielleicht auch mit der romantischen Sehnsucht nach einer guten alten Zeit, in der das Dorfgasthaus noch gesellschaftlicher Treffpunkt für alle war. 

Der außenstehende Betrachter indes kennt aber nicht die Sorgen und Nöte des Besitzers. Für diesen sind die Einnahmen für den notwendigen Erhalt der Gebäude nicht vorhanden und die Sorge vor umfassenden baulichen Veränderungen ist groß. Der Abbruch ist für ihn eine denkbare Alternative, denn Bauen im Bestand ist nicht einfach. 

Die klare Botschaft an alle zweifelnden Besitzer: Es kann gelingen! Es wird in den allermeisten Fällen auch gelingen, wenn die notwendigen Fachkenntnisse und Erfahrungen, das richtige Konzept am richtigen Ort und der gemeinsame Wille sämtlicher Beteiligter zusammenkommen. Dies zeigen viele Beispiele aus den letzten Jahren in vorbildlicher Weise.

Die grundlegende Voraussetzung für den Erfolg ist eine fundierte Untersuchung der Rahmenbedingungen und Ziele. Dazu gehören unter anderem die Untersuchung von Bausubstanz und Standort, Potenzialanalyse und Nutzungswünsche, Bau- und Denkmalrecht, Kosten und Wirtschaftlichkeit, Fördermöglichkeiten und nicht zuletzt die Bereitschaft, Gewinnmaximierung hintenanzustellen. Bei der sutter³KG wird vor der eigentlichen Planung all dies in der Projektentwicklung berücksichtigt. So erhält der Eigentümer und Investor eine fundierte Entscheidungsgrundlage, aufgrund derer die Investitionsentscheidung für die weitere Planung und die bauliche Umsetzung getroffen werden kann. 

Wo sich Nutzungen verändern und dörfliche Infrastruktur verloren geht, ist es oft hilfreich, über den Tellerrand hinauszuschauen. Manchmal bieten sich neben den klassischen Einzelakteuren – Besitzern, Investoren und Betreibern – auch Bau- oder Wohngruppen, Genossenschaften, private oder öffentliche Kooperationen, Vereine o. ä. an. So können Wohn- und Tourismusprojekte, Marktscheunen, Bürgerhäuser, Dorfläden oder gar neue Dorfzentren zur örtlichen Daseinsvorsorge entstehen.

 

Einzelengagement: Das Herrenhaus in Hausen: Nach langem Leerstand befürchteten viele den Abbruch. Dank des Einsatzes des Eigentümers erstrahlt das Gebäude nun in neuem Glanz. Bauherr: MBB Immobilien GmbH, Planung sutter³KG

 

Gemeinschaftsleistung: Der „baufällige“ Meierhof in Freiburg war dem Abbruch nahe. Derzeitig erfolgt der Umbau zu 12 Wohnungen, im Wesentlichen für Lehrer des UWC Robert Bosch College. Ermöglicht wurde dies durch das konstruktive Zusammenwirken der Beteiligten: die Heiliggeistspitalstiftung als Grundstückseigentümerin, die Robert Bosch Stiftung GmbH als Erbbauberechtigte, die Stadt Freiburg, das Denkmalamt, die sutter³KG als Projektentwickler und Planer sowie die Meierhof GbR als Bauherr.

 

Genossenschaftlich saniert – vielfältig genutzt: Wohngruppen für behinderte Menschen, Appartements, eine Arztpraxis und ein Laden sowie ein gastronomischer Betrieb finden ein Zuhause unter dem Dach des „Haus drei Könige“ in Emmendingen. Bauherr: wohnbau bogenständig eG, Planung: sutter³KG

 

 

Von der Holzwerkstatt zur Denkwerkstatt aus Holz

Projektentwicklung – Planung – Bauleitung: sutter³KG

 

Nach einer Phase des Wachstums an drei verschiedenen Bürostandorten stieß die sutter³KG bei der Suche nach einem neuen Zuhause auf ein aufgegebenes Werkstattgebäude im Kunzenhof in Freiburg-Littenweiler. Trotz baufälliger Substanz ist man der Unternehmensphilosophie treu geblieben und hat zumindest das bestehende Untergeschoss in die Planung eingebunden. Es bildet den Sockel für den – im Erdgeschoss barrierefreien – neuen zweistöckigen Baukörper mit Flachdach. 

Auch das neue Bürogebäude folgt dem Leitmotiv „aus der Region, für die Region“. Die Schwarzwälder Weißtanne ist bestimmend für die Gestaltung. Verbaut wurden die astfreien Dielen im Riftschnitt als Innenvertäfelung ebenso wie die sonst ungenutzten Schwartenbretter als Außenfassade. Die Weißtannenstütze im Eingangsbereich steht symbolisch für die Verwendung des gesamten Stammes. Holz und Holzwerkstoffe wurden auch bei der Konstruktion, Dämmung, Wandbekleidung und Inneneinrichtung verbaut.

Neben dem Einsatz des Baustoffs Holz sorgen die Luft-Wärmepumpe für Heizung und Kühlung, eine Photovoltaikanlage und ein intelligentes Energiemanagement für ein gutes (Büro-)Klima und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. In den Büroräumen für jeweils 2-4 Mitarbeiter kann konzentriert und ungestört gearbeitet werden. Die offenen Begegnungsflächen laden zu Besprechungen und dem spontanen Austausch der Mitarbeiter untereinander ein. 

Dank einer engagierten Teamleistung der gesamten Belegschaft und der verlässlichen regionalen Fachplanungs- und Handwerksbetriebe gelang ein ressourcenschonendes, umweltbewusstes und kostengünstiges Bürogebäude. 

Text/Fotos: sutter³KG

SUTTER³KG
Kunzenhof 18
D-79117 Freiburg im Breisgau


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