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Gesünder leben mit dem ältesten Baustoff der Welt

Der Lehmbau erlebt im 21. Jahrhundert eine Renaissance

Holger Längle ist Naturbau-Unternehmer aus Leidenschaft. Als Baubiologe, Zimmerer, Lehmbauer, Bauingenieur und studierter Projektmanager brennt er für seine Mission des nachhaltigen und natürlichen Bauens. Mit seinem Unternehmen „Erfolgsgeheimnis Lehmbau“ widmet er sich ausschließlich dem baubiologischen Bauen. Seine über Jahrzehnte erworbenen Kenntnisse im gesunden Bauen spiegeln sich in seinen Projekten im Neubau, Altbau und Denkmal wider.

Holger Längle ist Naturbau-Unternehmer aus Leidenschaft. Als Baubiologe, Zimmerer, Lehmbauer, Bauingenieur und studierter Projektmanager brennt er für seine Mission des nachhaltigen und natürlichen Bauens. Mit seinem Unternehmen „Erfolgsgeheimnis Lehmbau“ widmet er sich ausschließlich dem baubiologischen Bauen.

Seine über Jahrzehnte erworbenen Kenntnisse im gesunden Bauen spiegeln sich in seinen Projekten im Neubau, Altbau und Denkmal wider.

Dass Lehm heutzutage in aller Munde ist und in immer mehr Häusern Verwendung findet, hat viel mit dem heutigen Zeitgeist und dem zukunftsorientierten Denken der Menschen zu tun. Themen wie Nachhaltigkeit, Gesundheit und Wohlfühlen spielen eine immer größere Rolle bei uns. Dabei ist Lehm als Baustoff gar keine neue Entdeckung, sondern gründet auf eine jahrtausendealte Bautradition. Aufgrund seiner optimalen Eigenschaften für Mensch und Haus erfreut sich Lehm als bewährter Baustoff wieder zunehmender Popularität.

Welche unglaubliche Faszination naturbelassene Baustoffe ausstrahlen können, sieht man am besten am Beispiel des Experten für natürliches und gesundes Bauen Holger Längle. Mit der Ausbildung zum Zimmerer trat er vor Jahrzehnten in die lange Tradition der Familie in das Bauhandwerk ein. In seinem Lehrbetrieb lernte er den modernen Holzbau kennen. Nach seiner Lehre ging es weiter in die Denkmalpflege zu dem über den Bodenseekreis hinaus bekannten Betrieb Adi Hummel. Dort lernte er die Denkmalsanierung und den Umgang mit alten Baustoffen von der Pike auf.

Während des Studiums zum Bauingenieur und Projektmanager war Längle gemeinsam mit seinem Handwerkskameraden und späteren Geschäftspartner Alban Stolz in das Nachhaltigkeitsprojekt „S-House“ der Forschungsgruppe „GrAT“ der TU-Wien involviert. Der Fokus lag bei diesem einzigartigen Projekt auf der Verwendung natürlicher Baustoffe wie Holz, Stroh und vor allem Lehm. Bereits nach dem ersten Tag stand fest, dass diese Art zu Bauen genau dies war, wonach sich der Naturbau-Unternehmer immer sehnte. Mit nachhaltigen und gesunden Materialien Bauprojekte zu realisieren, welche sowohl der Umwelt als auch den Bewohnern von größtem Nutzen sind. Somit war die Entscheidung sehr früh gefallen, sofort nach dem Studium einen Handwerksbetrieb zu gründen, der sich ausschließlich auf das natürliche Bauen spezialisierte mit dem Fokus auf Lehmbau. Gesagt, getan, wurde nach Abschluss des Studiums im Jahr 2008 das Handwerksunternehmen mit dem einprägsamen Namen „Erfolgsgeheimnis Lehmbau“ gegründet. 

Seit dem Gründungstag wurde ausschließlich mit Naturmaterialien gebaut und saniert. Um eine ganzheitliche Sicht auf das ökologische Bauen zu gewinnen, entschied sich Holger Längle für das Fernstudium zum Baubiologen IBN. Diese Ausbildung hält er nach wie vor für seine wichtigste Wissensquelle in Bezug auf das baubiologische Bauen, da in den 25 Leitlinien der Baubiologie alles umfassend und nachvollziehbar gelehrt wird. 

Dem Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit IBN ist Holger Längle noch so sehr verbunden, dass er auch am Institut Lehrtätigkeiten nachgeht. Mit Begeisterung beobachtet er, wie das Bewusstsein für das gesunde Bauen und Wohnen enorm zunimmt. Diese Erfahrungen kommen den Kunden natürlich zugute, denn das Unternehmen „Erfolgsgeheimnis Lehmbau“ führt mit seinen Mitarbeitern nicht nur Lehmbauarbeiten aus, sondern realisiert auch schlüsselfertige Projekte im Altbau, Denkmal und Neubau. Somit gehören zum Portfolio des Unternehmens auch die Bewertung von Immobilien vor dem Kauf nach baubiologischen Kriterien ebenso wie das Planen und Durchführen von Generalsanierungen. „Bei Neubauprojekten setzen wir seit vielen Jahren auf die Zusammenarbeit mit Holzius aus Südtirol, einem befreundeten Unternehmen, welches sich auf den leim- und metallfreien Vollholz-Hausbau spezialisiert hat. Wir führen die Planung aus und lassen uns die Vollholzelemente von Holzius auf die Baustelle liefern, wo wir sie dann aufstellen und baubiologisch nach den gewünschten Ausbaustufen realisieren“, erzählt Holger Längle.

Das Vorurteil, gesundes Bauen wäre langweilig oder immer noch viel teurer, kann Holger Längle widerlegen. Wie ästhetisch ansprechend Projekte aussehen können, beweist Längle mit seinem Team jedes Jahr aufs Neue mit wunderbaren Gebäuden, welche die Bauherren immer schwärmend hinterlassen. Auch das Thema Budget geht der Unternehmer entspannt an, denn wenn bereits am Anfang ein Budget feststeht und der klare Wunsch gesund zu bauen vorhanden ist, findet man in der Regel einen Weg zur Realisierung. Bei überschaubaren
finanziellen Mitteln wird einfach geschaut, wie im Rahmen geblieben werden kann. „Dann gibt es vielleicht keinen antiken Mühlenboden in Eiche, sondern einen Massivholzboden in Lärche oder Tanne. Eine weitere Möglichkeit, um Kosten im Rahmen zu halten, ist die Eigenleistung, welche bei unseren Projekten oftmals gerne junge Familien in Anspruch nehmen, da wir diesbezüglich komplett flexibel sind“,
sagt Holger Längle.

Welche tragende Rolle der Lehmbau in Zukunft spielen wird, erkennt man immer mehr daran, dass Kühlen als das neue Heizen gilt. Mit den Wand- und Deckenheizsystemen in Kombination mit Lehm offenbart der Baustoff sein ganzes Können. Lehm gilt als natürlicher Baustoff, der Schadstoffe aus der Luft dauerhaft binden kann und die Feuchtigkeit im Raum reguliert. Mit über 600 Farbmöglichkeiten und Strukturen sind seiner Oberflächengestaltung scheinbar keine Grenzen gesetzt. Somit kann das modernste Gebäude noch moderner gestaltet werden und das älteste Haus noch authentischer aussehen, als es jemals aussah. Das Thema Raumtemperierung nimmt jedoch die letzten Jahre Fahrt auf, was besonders dem Lehmbau zugutekommt. Dass Lehm im Winter die Wärme speichert und im Sommer angenehm kühlt, kann mit Flächentemperierungen weiter optimiert werden. So wird im Winter warmes Wasser durch die Leitung geführt und im Sommer kühles Wasser. Aufgrund der feuchteregulierenden Eigenschaften entstehen bei Lehm kein Kondenswasser und somit kein Schimmel.

Abschließend gibt Holger Längle zu bedenken, wie wichtig es ist, sich über seine eigenen Werte klarzuwerden und dann konsequent danach zu handeln. Dies gelte beim Thema Hausbau genauso wie bei anderen wichtigen Themen des Lebens.

ERFOLGSGEHEIMNIS LEHMBAU GMBH
Unterhomberg 2
D-88693 Deggenhausertal